Geländeausbau 1

Für den Geländeausbau gelangen zwei unterschiedliche Verfahren in Kombination zur Anwendung:

1. Fliegengittermethode:

Eignet sich vor allem für größere Geländeerhebungen (Gebirge, Dämme usw.)

Material: Drahtgaze – besser bekannt als Fliegengitter. Das Fliegengitter wird mit einer Blechschere oder einem größeren Seitenschneider zugeschnitten, vorgeformt und mit einem Tacker an den bereits vorhandenen Spanten, welche die Grobform vorgeben, befestigt. Fliegengitter bringt man am besten an, indem man es auf einer Seite fixiert und dann zur anderen Seite hin abspannt.

Anschließend wird eine Schicht Gipsbinden aufgelegt. Diese werden nach Bedarf zugeschnitten, kurz in einer Wasserschüssel gewässert und anschließend, überlappend auf das Fliegengitter, aufgelegt. Die Ränder werden mit dem Finger glattgestrichen. Sobald die Gipsbinden getrocknet sind, erfolgt der Auftrag des Gipsbelages oder eines Sand/Leimgemisches. Natürlich kann der Gipsbelag auch direkt auf das Fliegengitter aufgetragen werden oder überhaupt wegbleiben – je nach dem, wie es weitergeht. Ich habe mit einem Pinsel eine Gipsschicht aufgetragen (siehe Bild 2 – hier sind alle drei Bearbeitungsschritte sichtbar). Verwendet habe ich Moltofil, welches ich in braun/grau eingefärbtem Wasser angerührt hatte. Nach Beendigung dieser Arbeit ist der Rohbau fertig.

Vorteil der Fliegengittermethode: Fliegengitter lässt sich leicht bearbeiten.

TIPP: Achtung beim Umgang mit Drahtfliegengitter: kleine Metallspäne bohren sich gerne in die Finger!

Die Arbeit mit Gipsbinden und Gips erzeugt sehr viel Schmutz: Baustelle großzügig abdecken; eine standfeste Wasserschüssel zum Bewässern der Gipsbinden verwenden.

2. Styropormethode:

Eignet sich vor allem zur Gestaltung von flacheren geländeerhebungen und zum Ausfüllen von größeren Unebenheiten.

Material: Styropor od. Styrodurplatten (Polystyrol-Hartschaumstoff). Wichtig ist, es müssen Platten mit einer dichten Struktur sein (die Platten sind meist von blauer od. grüner Farbe und im Baumarkt erhältlich). Zugeschnitten und in die gewünschte Form gebracht, werden die Platten mit einem scharfen Messer (Küchenmesser). Nachbehandelt werden sie mit einer Holzraspel, einem Schleifpapierhobel oder ähnlichem Werkzeug.

Vorteil: Dieses Material lässt sich leicht schneiden und in die gewünschte Form bringen.

TIPP: Der Gipsbelag lässt sich auf die fertig geformten Platten nur schwer auftragen. Ich überziehe das gelände daher vorher mit Gipsbinde ohne den Gips all zu sehr zu verstreichen (Netzstruktur soll sichtbar bleiben – siehe Bild 3) und bringe erst nachher den Gipsbelag auf.

EINKAUFTIPPS: Gipsbinden kaufe ich nicht im Modellbauhandel, sondern in der Apotheke, weil sie dort wesentlich billiger sind. Die restlichen Materialen beziehe ich aus dem gut sortierten Baumarkt.

Stadtteil „Oberstadt“

Um auch später noch zu den hinteren Anlageteilen zu kommen, habe ich den Stadtteil „Oberstadt“ teilweise herausnehmbar konstruiert. Weil das Trassenbrett im vorderen Teil ein Gefälle vorsieht, musste dieses aus der Platte herausgesägt werden. Der herausnehmbare Teil lag somit passgenau zum Trassenbrett vor. Um die Schnittkante zu kaschieren, habe ich um die Bodenplatte, angepasst an das Gefälle, einen Styroporstreifen geklebt und als Böschung geformt (siehe Bild 3 und 4). Der Schnitt ist dadurch kaum sichtbar. Die Platte ist zur Versteifung auf einen Holzrahmen montiert, welcher in den Rahmen auf dem fixen Anlagenteil passt.

Zusätzlicher Vorteil: Die Ausgestaltung des Stadtteiles kann außerhalb der Anlage erfolgen.

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